Headless Client

TI-Messenger Headless Client für PVS, KIS und Contact Center

Ein Headless Client ordnet Matrix-/TI-M-Kommunikation als eingebettete Produktgrenze in das Primärsystem ein. Die Rust-Core-, Flat-C-ABI- und Java/Kotlin/Swift-Host-Verträge halten Lifecycle, Messaging und Security klar getrennt von der Fachanwendung. Der R24.23-Referenzentwurf legt Matrix-Signalisierung, PeerConnection und DTLS-SRTP-Schlüssel in das Headless-Modul. Der Host erhält Bedienung und autorisierte Medien-I/O über lokale Funktionen. Ein enger TURN/TLS-Pfad verbindet die zwei Geräte; das zentrale Audio-Profil endet mit TI-M-E2EE am Server und nutzt einen eigenen WSS/TLS-Kanal zum Bediener. Die konkrete Laufzeit und Gegenstellenkompatibilität sind separat abzunehmen. WebRTC bildet dabei die Medienplattform innerhalb des Headless-Moduls. Interne R1001-Zähler dienen als technische Provenienz, nicht als normativer Produkttypnachweis.

Themen: TI-MessengerHeadless ClientPVSKISContact Center
Der Zusammenhang im Überblick

Messaging innerhalb des Hosts einbetten

Lokaler Host · PVS / KIS / Contact Center
  1. Bedienung und Fachlogik

    Verantwortung des Hosts

    lokale Funktionsaufrufe
  2. MEMM Headless

    Messaging, Lifecycle und TI-M-E2EE

externe Kommunikation
Externe TI-M-/Matrix-Dienste

Eigene Netzwerk- und Produktgrenze

Die lokale Modulgrenze ersetzt keine externe Kommunikation. Calling besitzt die gesonderten Profile und Abnahmekriterien des Artikels.

Was ist die eigentliche Integrationsfrage?

Für Hersteller von PVS, KIS oder Contact-Center-Lösungen ist nicht nur entscheidend, ob Messaging technisch möglich ist. Entscheidend ist, an welcher Grenze Lifecycle, Identität, Zustände, Fehler und Updates zwischen Primärsystem und Headless-Komponente übergeben werden.

Die öffentliche MEMM-Architektur beschreibt deshalb zuerst die lokale Produktgrenze und erst danach einzelne Protokoll- oder Plattformdetails. Das reduziert implizite Annahmen darüber, welcher Teil des Gesamtsystems welchen Zustand besitzen oder betreiben soll.

Welche Fragen sollten vor einer Integration beantwortet sein?

  • Welche lokale API- oder Binding-Grenze wird für den konkreten Release unterstützt?
  • Wer besitzt Session-, Geräte-, Update- und Diagnoseverantwortung?
  • Welche externen Profile und Versionen gehören zum vereinbarten Scope?
  • Welche Zustände werden an das Primärsystem zurückgegeben und welche bleiben innerhalb der Produktgrenze?

Welche Funktionsbereiche bildet der aktuelle Katalog ab?

  • Produktinformation, Service-Account und Session-Lifecycle.
  • Directory-/Discovery-Funktionen einschließlich FHIR-VZD-bezogener Zuordnungen und Suche.
  • Messaging, Historie, Bearbeitung und Redaktionsvarianten.
  • Räume, Einstellungen, Mitgliedschaft und State-Events.
  • Media-Upload und authentisierter Abruf.
  • Explizite Authorization-Modi sowie Allow-/Block-Listen.

Wie ist 63/63 Messenger-Abdeckung einzuordnen?

  • 26 Core-Foundation-Domänen bilden Lifecycle, Updates, Projektionen, Conversation/Timeline, Delivery, Rooms, Realtime, Media, Search sowie E2EE-/Cache-Grundlagen ab.
  • 9 Account-/Room-Safety-Domänen decken Profile, Safety, Pins, Bookmarks, Permalinks, Directory/Aliases, Preferences und Device Sessions im deklarierten Scope ab.
  • 15 Rich-/Presentation-Domänen umfassen Polls, Location, Voice, Stickers sowie Accessibility-, Locale-, Theme-, Composer- und Darstellungszustände.
  • 9 Call-Domänen decken Availability, Invite, Ringing, Session, Participants, Media State, Permissions, Transport und Encryption innerhalb der deklarierten Verantwortung ab; 4 interne Domänen betreffen Widgets, Bridge State, Bot Integrations und Integration Permissions. Bridge State ist eine interne Katalogbezeichnung: Im TI-M-Pro-Betrieb darf der Anbieter den Headless Client weder direkt noch indirekt zum Bridging in andere Messenger-Systeme verwenden (gemSpec_TI-M_Pro 1.2.0, A_28683).
  • Die Call-Surface nutzt die bestehende Messenger-Operation-Grenze: fünf Signalisierungsoperationen plus elf Media-/Session-Operationen, ohne den separaten 37/37-Produktoperationszähler künstlich zu erhöhen.
  • Die 63-Domain-Abdeckung ist ein eigener Messenger-Denominator und nicht identisch mit dem 37-Operationen-Host-/Native-Katalog.

Einordnung zu TI-Messenger_26_2

Die laufende Entwicklung berücksichtigt ausgewählte Anforderungen der gematik-Veröffentlichung TI-Messenger_26_2 und den dort beschriebenen Headless-Client-Produkttyp als veröffentlichte Vergleichsreferenz. Die Anforderungsdifferenz zur früheren Draft-Fassung ist separat zu bewerten. Eine solche Referenz ist keine Aussage über vollständige Umsetzung, Konformität, Zertifizierung, Zulassung oder allgemeine Verfügbarkeit.

Versionierte Primärquellen

Was hier ausdrücklich nicht behauptet wird: R1001 weist 63/63 Messenger-Domänen sowie 100% Breadth und 100% Core Foundation ausschließlich innerhalb des festen verantwortungsbegrenzten Denominators aus. Der separate 37-Operationen-Katalog bleibt die source-bound Host-/Native-Produktoperationsgrenze; Calls werden zusätzlich über die bestehende Messenger-Operation-Grenze mit 9/9 Call-Domänen und einer getrennten Signaling-/Media-Session-Surface abgebildet. Daraus werden weder vollständige TI-M-Spezifikationsabdeckung noch Produkt-Funktionsvollständigkeit, Release-Reife, Zertifizierung, Zulassung oder Provider-Interoperabilität abgeleitet.