Security Boundary

Kryptographische Isolation in eingebetteten Headless-Komponenten

Für TI-M Pro Headless verlangt A_28710 den alleinigen kryptografischen Endpunkt der E2EE-Kommunikation; A_28715 schützt Schlüssel, interne E2EE-Zustände und rekonstruierbare Laufzeitinformationen. Die Nachrichtenverschlüsselung benötigt nach gemSpec_TI-M_Basis 1.3.0, A_25598/25599 eine auditierte Olm/Megolm-Implementierung oder gleichwertige unabhängige Sicherheitsnachweise. MEMM ordnet Host-Produktdaten, Kryptografie und Diagnose diesem Schutzkontext zu; die Programmiersprache und FFI-Grenze allein belegen dessen Umsetzung nicht.

Themen: Cryptographic IsolationE2EEHeadless ClientKey BoundaryDiagnostics
Der Zusammenhang im Überblick

Schlüssel bleiben am Headless-Endpunkt

Host-Prozess · kontrollierter Vertrauensbereich
  1. Host-Produktdaten

    Nur freigegebene Inhalte und Status

    begrenzte lokale Schnittstelle
  2. Headless E2EE-Endpunkt

    Schlüssel und interner E2EE-Zustand

externe Kommunikation
Matrix-Kommunikation

Verschlüsselte Nachrichten; TLS als eigene Transportebene

TI-M-Pro-Headless-Produktgrenze. Host und Plattform bleiben vertrauensrelevant; die Zeichnung belegt keine Isolation. VAU/HCC haben andere Geltungsbereiche.

Produktdaten und kryptographischer Zustand sind nicht dasselbe

Ein Primärsystem benötigt fachlich nutzbare Ergebnisse und Zustände. Daraus folgt nicht, dass es rohe Nachrichtenschlüssel, private Schlüssel, Session-Secrets oder rekonstruierbaren kryptographischen Runtime-Zustand besitzen muss. Eine explizite Grenze reduziert die Anzahl der Host-Oberflächen, an denen solches Material überhaupt relevant wird.

Betriebliche Konsequenzen

  • Diagnoseinformationen werden als eigene Grenze behandelt und sollen nur typisierte bzw. redigierte Zustände nach außen geben.
  • Für ausgewählte sensible Speicherinhalte sieht der aktuelle Entwicklungsstand begrenzte Zeroisierungsmechanismen vor.
  • Weiterleitung über Netzwerkgrenzen benötigt einen ausdrücklich freigegebenen Transport- und Verantwortungsrahmen.
  • Diagnose- und Betriebswerkzeuge müssen bei gemeinsamem Prozessraum in die Sicherheits- und Betriebsbewertung einbezogen werden.
  • Kryptographische Grenzen sind versions- und deploymentbezogen zu prüfen.

Drei kryptographische Kontexte

Die E2EE-Grenze des Headless Clients, der ZETA-Zugang und die VAU des Fachdienstes sind eigenständige Kontexte. TI-Flow verarbeitet fachliche Operationen in der VAU und verschlüsselt schützenswerte Daten vor externer Persistenz. Der ZETA Guard ist der Client-Eingang; Systemprotokolle werden vor der Speicherung von sensiblen Daten bereinigt. gemSpec_FD_TI-Flow 1.0.0: A_29709, A_29713, A_29717, A_29729.

Versionierte Primärquellen

Was hier ausdrücklich nicht behauptet wird: Die Seite beschreibt eine kryptographische Produktgrenze auf Architekturlevel. Sie ist weder ein Nachweis vollständiger Schlüsselisolation in jeder Zielumgebung noch eine Zertifizierung, Zulassung oder Aussage über einen freigegebenen Produktionsbetrieb.